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Auf und davon: ein Umzug ins AuslandBessere Chancen oder Verdienstmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt, die Lust auf eine neue Kultur, ein Abenteuer oder einfach nur der Drang „raus zukommen“: auswandern liegt voll im Trend, unzählige TV-Shows zeigen wie es geht – oder eben nicht. Denn ein Umzug ins Ausland bedeutet viel Organisation und Planung und hat wenig mit dem letzten Spanien-Urlaub zu tun, bei dem man sich kurzerhand in das Land verliebt und entschieden hat: hier will ich leben!
Wichtige Dokumente: Einreisen und arbeiten
Solange der Umzug innerhalb der Europäischen Union statt findet, brauchen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, um in das Land einreisen zu können. Bei einem Aufenthalt von unter drei Monaten brauchen Sie nicht einmal eine Aufenthaltserlaubnis. Allen EU-Bürgern ist es außerdem gestattet überall in der EU zu arbeiten oder eine Firma zu gründen, auch ohne extra Arbeitserlaubnis. Wichtig ist allerdings, dass Sie dann eine Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre haben, anderenfalls könnten Sie sich strafbar machen.
Welche Einreisebestimmungen für Länder außerhalb der EU gelten, erfragen Sie entweder direkt beim zuständigen Konsulat oder Sie informieren sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.
Je nach dem welche Amtssprache im Zielland gilt, sollten Sie sich schon im Vorwege überlegen, wichtige Dokumente, zum Beispiel die Geburts- oder Heiratsurkunde, in die ensprechende Sprache übersetzen und von amtlicher Stelle beglaubigen zu lassen.
Tipp: Bis bei allen Versorgern und Ämtern angekommen ist, dass Sie umgezogen sind und eine neue Adresse haben, können einige Wochen vergehen. Da kann es sich lohnen für die ersten Wochen nach dem Umzug ins Ausland einen Nachsendeantrag bei der Post einzurichten!
Führerschein und Versicherungen
In der Europäischen Union gilt seit über 10 Jahren jeder Führerschein eines EU-Landes. Außerhalb der Gemeinschaft kann es sinnvoll sein, zusätzlich zum nationalen, einen internationalen Führerschein zu besitzen. Machen Sie auf keinen Fall den Fehler Ihren deutschen Führerschein gegen den aus Ihrem neuen Land einzutauschen. In Spanien sind Führerscheine zum Beispiel nicht unbegrenzt gültig und mit zunehmendem Alter muss man regelmäßig einen Test bestehen, um die Gültigkeit zu verlängern.
Ob es sich lohnt deutsche Versicherungen beizubehalten, hängt natürlich davon ab, wohin Sie ziehen, für wie lange und in welchem Arbeitsverhältnis Sie dort tätig sein werden.
Eine private Haftpflichtversicherung greift bei Schadensersatz auch im EU-Ausland, allerdings nur wenn der Aufenthalt auf drei bis fünf Jahre begrenzt ist. Gesetzliche Krankenkassen stellen Leistungsübernahme-Erklärungen aus. Was mit der Lebensversicherung passieren soll, sollte jeder individuell mit einem Versicherungsberater klären. Einzig die Hausratsversicherung lässt sich ohne Probleme und lange Überlegungen einfach kündigen – schließlich geben die meisten Auswanderer ihre Wohnung in Deutschland auf!
Wohin mit den Möbeln bei einem Umzug ins Ausland?
Wenn alle Einreise- und Ausreiseformalien geklärt sind, sollte man sich um den Umzug selbst Gedanken machen: Wie auch bei einem Umzug innerhalb Deutschlands sollte man Angebote von Umzugsunternehmen vergleichen.
Um die Kosten möglichst gering zu halten sollten Sie sich außerdem fragen: Müssen alle Möbel mit? Vielleicht ziehen Sie von einem Einfamilienhaus in eine kleine, spanische Finca – der Trockner kann dann ja eventuell zu Hause bleiben, schließlich trocknet Wäsche ja auch schnell in der spanischen Sonne. Manchmal ist es auch günstiger im Zielland einige Möbel neu zu kaufen und die alten in Deutschland zu verkaufen oder zu verschenken.
Sollte es einige Dinge geben, von denen Sie sich auf keinen Fall trennen, diese aber auch nicht mitnehmen können, bleibt immer noch die letzte Möglichkeit: mieten Sie einen Lagerraum.
Tipp: Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob er einen Umzug ins Ausland wagen soll, der findet hilfreiche Tipps, Erfahrungsberichte und Checklisten in großen Internetforen. |
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